Geschichte

Die Vereinsgeschichte des TuS Zetel e.V.


Anfang des Jahres 1888 stand in der Regionalzeitung „Gemeinnützigen“ veröffentlicht:
"Zetel. Behufs Gründung eines Turnvereins werden Turnfreunde freundlichst gebeten am Sonntag, den 8. Januar, abends 6 Uhr, in Ahmels Gasthause hies. zu erscheinen. Mehrere Turnfreunde."

Es ist schon erstaunlich und bemerkenswert, dass 6 unternehmungslustige Männer diesen Aufruf erstellt haben, in einer Zeit, in der die Menschen weit mehr Stunden am Tage gearbeitet haben, als wir es uns heute vorstellen können.

In Zetel gab es damals viele Ziegeleien, Textilfabriken, Webereien und Färbereien, Schuh-, Hausschuh- und Holzschuhfabriken, Sägereien und Windmühlen und im häuslichen Umfeld Hunderte Webstühle in Heimarbeit.

Vereinsgeschichte

2002
Wann endet die Geschichte und wann beginnt die Neuzeit?

Beide gehen ineinander über, der Zeitpunkt verschwimmt.

1998
Heinz Sopalla wird Ehrenvorsitzender
Heinz Sopalla wird Ehrenvorsitzender

Heinz Sopalla wird Ehrenvorsitzender

Gerold Wilksen wird 1. Vorsitzender
Gerold Wilksen wird 1. Vorsitzender

Gerold Wilksen wird 1. Vorsitzender

1988
100 jähriges Bestehen des Vereins

Ein Ausschnitt aus der Festzeitschrift zum 100jähr. Bestehen des Vereins im Jahr 1988 auf Seite 22 besagt folgendes:   Diese Entwicklung, diese Expansion geht vor allem auf das Wirken, auf den unermüdlichen Einsatz eines Mannes zurück: auf den seit 27 Jahren amtierenden Ersten Vorsitzenden Heinz Sopalla. Er hat den Verein…Weiterlesen

1982
Boom an Beitritten

Die Schauturnen 1982 und 1985 bewirken einen wahren Boom an Beitritten, der sich dahin auswirkt, dass der TuS zum 100 jährigen Jubiläum 1988 fast an der 1000er Marke angelangt ist. Der TuS steht an der Schwelle zum Großverein.

1973
Einweihung der Sporthalle mit einem Schauturnen

Im September 1973 wird endlich mit einem Schauturnen die Sporthalle eingeweiht. Neue Abteilungen werden jetzt im Verein gegründet: Badminton, Basketball u.Volleyball, Babyturnen, Mutter und Kind-Turnen, neue Jungen- und Frauengruppen.   In der folgenden Zeit bewegt sich der TuS auf den Gesundheitssport zu. Zuerst wird eine Koronargruppe ins Leben gerufen, die…Weiterlesen

1965
Neue Aktionen werden ins Leben gerufen

Ab 1965 wird der Breitensport das Hauptanliegen des TuS. Ins Leben gerufen werden die Aktionen: Sportabzeichen für Jedermann Goldener Fisch Goldener Schuh Die Halle am Stadion platzt durch Überangebote aus allen Nähten. Die starke TT-Abteilung muss ihren Übungsbetrieb auf auswärtige Lokale ausdehnen. Alles warte ungeduldig auf die neue Großraumhalle an…Weiterlesen

1954
zukunftsweisende Entscheidung – Das Naturfreibad
zukunftsweisende Entscheidung – Das Naturfreibad

Und noch eine positive „zukunftsweisende“ Entscheidung wird von der Gemeinde getroffen: Sie stellt Geld zur Verfügung, um auf dem Driefeler Esch ein Freibad erstellen zu lassen, das dann vom TuS in eigener Regie übernommen wird. Dieses Aufgabengebiet ist seit Jahrzehnten ein wichtiges Aktionsfeld des TuS geworden.   Nachdem die Turnhalle…Weiterlesen

Die neue Halle am Stadion

1954 steht die neue Halle am Stadion den Schulen und Vereinen zur Verfügung.

1952
Einweihung des Esch-Stadions

1952 wird das Esch-Stadion eingeweiht.

1951
Emil Eden wird Ehrenvorsitzender

Emil Eden wird Ehrenvorsitzender

1948
Handballsport verlagert sich nach Neuenburg

Der Handballsport verlagert sich seit 1948 ganz nach Neuenburg.   Das Anwachsen durch neue Mitglieder bringt das Problem der Hallen und Sportplatzfrage. Der TuS verkauft seine eigene Halle und stellt den Erlös der Gemeinde als Darlehen zur Verfügung. Sammlungen werden veranstaltet, um noch mehr Geld aufzutreiben.

1945
Neubeginn nach 1945 (Ende des 2.Weltkrieges)

Schon wenige Monate danach wurden die ersten Turnvereinsversammlungen abgehalten. Es gab zuerst einen Turn u. Sportverein Friesische Wehde, bevor man in den einzelnen Gemeinden eigenständige Vereine wiedererstehen ließ.   Zetel bekam einen neuen Namen: Turn und Sportverein Zetel, kurz TuS Zetel.   Nach dem 2.Weltkrieg 1939/45 wurde auch im Schleuderball…Weiterlesen

1934
Emil Eden wird neuer Vorsitz des Vereins
Emil Eden wird neuer Vorsitz des Vereins

1934 übernimmt Emil Eden den Vorsitz des Vereins. Seinem Geschick ist es zu verdanken, dass viele Unannehmlichkeiten dem Verein ferngehalten wurden. 1940 ruht während des Krieges der Turnbetrieb.

1933
Parteilose Vorstandsmitglieder müssen weichen

In den Jahren nach 1933 kommen die unseligen Zeiten der Abhängigkeiten und Fremdzwänge. Der politische Umschwung erfasst auch den Turnverein. Parteilose Vorstandsmitglieder müssen weichen. Aus dem Vorsitzenden wird ein Vereinsführer. Die Beteiligung am Pflichtsportjahr wird angeordnet. Befohlen wird unter Strafandrohung die Beteiligung am Gebietsturnfest.

1931
Der 1.Erfolg
Der 1.Erfolg

Der 1.Erfolg war die Gaumeisterschaft 1931 in Oldenburg. Es folgten Plakettensiege in Diekmannshausen. Nach 10maligen Erfolgen ging die wertvolle Plakette in den Besitz des TV Zetel über.

1928
Neue Sportarten locken Männer

Das Männerturnen nimmt ständig ab, man wechselt zu den Sportarten Fuß-, Hand-, Faust- und Schleuderball, Boßeln und Klootschießen. Alle diese Sportarten locken die Männer weg vom Reck und Barren.   Im Vordergrund stehen jetzt die Schleuderballer, die für lange Zeit das Aushängeschild für den TuS Zetel werden. Erst 1926 begann…Weiterlesen

Neue Turnhalle zeigt enorme Wirkung auf das Frauenturnen

Die neue Turnhalle hat eine enorme Wirkung auf das Frauenturnen. Immer mehr Frauen bitten um Aufnahme in den Verein.   1928 gibt es schon eine Mädchenriege, eine Frauenabteilung und eine „ Alte Damen-Riege“. Die Frauen beeindrucken durch ihre Vielseitigkeit.   Beim Schauturnen begeistert die gern gesehene Ballettriege, sie beteiligen sich…Weiterlesen

1925
Richtfest der Turnhalle
Richtfest der Turnhalle

Am 13. November 1925 ist es dann soweit: Die neue Halle wird eingeweiht. Kurze Zeit später tritt C. Meyer als 1. Vors. von seinem Amt zurück, bleibt aber bis 1962 in vielen Aufgabenfeldern dem späteren TuS Zetel erhalten.

1924
Idee einer eigenen Turnhalle

1924 tauchen die ersten Ideen für den Bau einer eigenen Turnhalle auf. Der damalige 1.Vors. Carl Meyer drängte zur Verwirklichung des Vorhabens – eine eigene Halle – und treibt durch verschiedene Aktionen die Vorbereitungen an; z. B.: Eingabe an das Oldbg. Ministerium wegen Genehmigung einer Lotterie zum Zwecke des Hallenbaus.…Weiterlesen

1920
Johannes Pries wird Ehrenvorsitzender

Johannes Pries wird Ehrenvorsitzender

1914
Der 1. Weltkrieg

Der 1.Weltkrieg 14/18 kam dazwischen und legte das turnerische Leben in Zetel lahm oder beschränkte sich auf ein Mindestmaß. In den Jahren um 1920 kam wieder eine starke Aktivität zum Vorschein. Die Jahre der Entbehrung war vorbei, die Männer waren wieder in der Heimat und unternehmungslustiger denn je. Der Sport…Weiterlesen

1888
Johannes Pries, der Gründer des Vereins
Johannes Pries - Gründer des TuS Zetel

Am 13. Januar 1888 wurde der Verein TV „Gut Heil“ aus der Taufe gehoben. Initiator war Johannes Pries, der auch 1.Vors. des Vereins wurde. Schwierigkeiten bei der Gerätebeschaffung und die Suche nach geeigneten Übungsräumen waren die ersten Probleme. Jahrelanger Wechsel der Übungsstätten bewirkte das Verlangen der Vereinsmitglieder, eine eigene Turnhalle…Weiterlesen

 

 

Wann endet die Geschichte und wann beginnt die Neuzeit?

Beide gehen ineinander über, der Zeitpunkt verschwimmt.

Immer waren im Laufe der 133 Jahre Bestehen des „Gut Heil“ / TuS Männer und Frauen aktiv für den Verein tätig, die Aufgaben erfüllten, sich dem Zeitenwandel anpassten und vorausschauend handelten, den Anforderungen gerecht wurden und sich für ihre Mitmenschen einsetzten.

Hier seien nur die 1. Vorsitzenden der ersten 133 Jahre benannt:
1888 – 1920 Johannes Pries
1920 – 1923 Gerhard Boyn
1923 – 1924 Emil Eden
1924 – 1926 Carl Meyer
1926 – 1926 Albert Harms
1926 – 1927 Otto Hedwig
1928 – 1933 Heinrich Hobbiejanßen
1933 – 1934 Wilhelm Künnemann
1934 – 1951 Emil Eden
1951 – 1952 Arthur Lange
1952 – 1958 Anton Willers
1958 – 1960 Heinz Neugebauer
1961 – 1998 Heinz Sopalla
1998 – 2021  Gerold Wilksen
seit 2021       Anette Döring-Schulte

Ehrenvorsitzende:
Johannes Pries (1920 gewählt)
Emil Eden (1951 gewählt)
Heinz Sopalla (1998 gewählt)
Gerold Wilksen (2021 gewählt)

In der Geschichte spiegeln sich die zeitlichen und gesellschaftlichen Veränderungen der letzten 2 Jahrhunderte wieder.
Immer wird es in so einem Großverein unterschiedliche Interessen geben, und die sollten auch immer wieder vertreten werden. Man sollte aber immer das Gesamtwohl des Vereins im Auge behalten.

Wer etwas vom TuS erwartet, sollte auch bereit sein zu geben.
Eine Rückbesinnung auf die Geschichte des Vereins könnte dabei helfen.

Zetel, den 23.9.2021